Der Roman „Schall und Wahn“ von William Faulkner aus dem
Jahr 1929 beschreibt den Niedergang des alten amerikanischen Südens am Beispiel
der Familie Compson aus Jefferson, Mississippi. Das Werk gliedert sich in vier
Abschnitte.
Im ersten Teil des Buches wird der Familienalltag aus der
Perspektive des erwachsenen und geistig behinderten Benjy beschrieben. Dieser
kann sich nur durch Stöhnen, Wimmern und Kreischen mit seiner Familie
verständigen. Seine Eindrücke gehen über ein einfaches Kurzzeitgedächtnis nicht
hinaus.
Der zweite Teil spielt etwa achtzehn Jahre zuvor. Dieser
wird von Quentin erzählt, der sich am Ende jenes von ihm erzählten Tages im
Fluss ertränkt. Der Grund dafür ist der mit seiner Schwester Caddy begangene
Inzest.
Im dritten Teil erzählt Jason, der nach dem Tod seines
Vaters die Rolle des Hausherrn übernommen hat. Er lebt seine Unzufriedenheit in
ausgeprägtem Zynismus und seiner Boshaftigkeit aus, weil er sich vom Schicksal
sowie von seiner Familie benachteiligt fühlt.
Der vierte und letzte Teil wird von einem anonymen Erzähler
berichtet.
William Faulkner kam 1897 in New Albany, Mississippi, zur
Welt. Nachdem er in einer New Yorker Buchhandlung und für eine Zeitung in New
Orleans gearbeitet hatte, folgten Reisen nach Europa und Asien. Faulkner
arbeitete. In den 1930er und 1940er Jahren war William Faulkner auch als
Drehbuchautor in Hollywood tätig. 1949 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
Faulkner starb 1962 an den Folgen eines Reitunfalls.