Freitag, 24. Januar 2014

Carrie



Der Roman „Carrie“ von Stephen King handelt von der 16-jährige Schülerin Carietta White, die zusammen mit ihrer Mutter in der Kleinstadt Chamberlain lebt. In der Schule ist Carrie, wie sie genannt wird, eine Außenseiterin und zu Hause ist das Mädchen ihrer Mutter, einer religiösen Fanatikerin ausgesetzt. Doch was niemand ahnt, ist, dass Carrie eine Gabe hat: Telekinese.

Beim Duschen nach dem Sportunterricht hat Carrie ihre erste Menstruation und wird durch den Tampon Bewurf ihrer Mitschülerinnen gedemütigt. Eine Erfahrung, die sie in ihrem Leben oft genug durchmachen musste. Carietta White war in ihren sechzehn Jahren ein beliebtes Ziel für Hohn und Spott.

Sue Snell, eine Mitschülerin, die ebenfalls Carrie nach dem Sportunterricht gedemütigt hatte, kommt zur Vernunft und sieht ein, dass es nicht in Ordnung war, dieses Mädchen zu verspotten. Aus diesem Grund will sie Carrie etwas gutes tun und dafür Sorgen, dass sie einen schönen Abend verbringt. Daher überredet Sue Snell ihren Freund, Tommy Ross, Carrie zum Frühlingsball einzuladen. Doch dies ist der Anfang einer Tragödie.

Chris Hargensen, die Redelsführerin der Streiche gegen Carrie, plant einen neuen, ultimativen Spott. Sie will dafür Sorgen, dass das Paar Tommy und Carrie zu Ballkönig und –königin gewählt werden und die Beiden anschließend mit Schweineblut übergießen. Carrie soll ein weiteres Mal öffentlich gedemütigt werden. Zum letzten Mal! Denn Carietta White beherrscht die Telekinese bestens und sehnt sich nach Rache.

Montag, 20. Januar 2014

Der alte Mann und das Meer



„Er war ein alter Mann, der allein in einem kleinen Boot im Golfstrom fischte, und er war jetzt vierundachtzig Tage hintereinander hinausgefahren, ohne einen Fisch zu fangen. In den ersten vierzig Tagen hatte er einen Jungen bei sich gehabt. Aber nach vierzig fischlosen Tagen hatten die Eltern des Jungen ihm gesagt, daß der alte Mann jetzt bestimmt immer salao sei, was die schlimmste Form von Pechhaben ist, und der Junge war auf ihr Geheiß in einem anderen Boot mitgefahren, das in der ersten Woche drei gute Fische gefangen hatte. Es machte den Jungen traurig, wenn er den alten Mann jeden Tag mit seinem leeren Boot zurückkommen sah, und er ging immer hinunter, um ihm entweder die aufgeschossenen Leinen oder den Fischhaken und die Harpune oder das Segel, das um den Mast geschlagen war mit Mehlsäcken geflickt, und zusammengerollt sah es wie die Fahne der endgültigen Niederlage aus.“

So beginnt Ernest Hemingways Klassiker „Der alte Mann und das Meer“, welches 1952 erschien und mit dem der Literaturnobelpreisträger von 1954 den Gipfel seiner Erzählkunst erreichte. Es ist die Geschichte eines glücklosen, alten Fischers, der nicht aufgibt und doch noch den Fang seines Lebens macht.

„Er faßte all seine Schmerzen zusammen und was von seiner Kraft übrig war und seinem lang dahingeschwundenen Stolz, und er setzte es gegen den Todeskampf des Fisches, und der Fisch drehte sich auf die Seite und schwamm ruhig auf der Seite, und sein Schnabel berührte beinahe die Planken des Bootes, und er begann, langsam im Wasser an dem Boot vorbeizuziehen, lang, tief, breit, silbern und violett gestreift und ohne Ende.“

„Nun wurde der Fisch lebendig, als er den Tod in sich spürte, und sprang hoch aus dem Wasser empor und zeigte seine ungeheure Länge und Breite und seine ganze Macht und Schönheit. Er schien über dem alten Mann in dem Boot in der Luft zu hängen. Dann fiel er krachend ins Wasser so daß Schaum über den alten Mann und über das ganze Boot spritzte.“

Es war der größte Fang des alten Mannes, der nur Baseball und den großen DiMaggio genauso sehr liebt wie das Meer. Doch am Ende verliert er den Fisch an das Meer und die Haie. Das Werk ist somit ein Gleichnis für ein Leben voll Mühsal und Tapferkeit, dessen Sinnhaftigkeit nicht durch äußere Siege bestätigt werden müssen.