Der Roman „Kaltblütig“ vom amerikanischen Schriftsteller
Truman Capote aus dem Jahr 1966 handelt von der brutalen Ermordung der Familie
Clutter. Es ist keine fiktive Geschichte, sondern die Nacherzählung eines
Tatsächlichen Verbrechens. Capote erzählt anfangs über die Vorgeschichte der
Morde, wie die Familie lebte.
Den Hauptteil des Romans nehmen die Ermittlungen ein, welche
von dem KBI-Agenten (Kansas Bureau of Investigation) Al Dewey geleitet werden.
Diese erweisen sich als mühsam und schwer, da die Ermittler kein Motiv für die
Tat finden. Es vergehen Wochen ehe Dewey und sein Team auf die Spur der Täter,
Perry Edward Smith und Richard Eugene Hickock, gelangt. Diese werden rasch
gefasst und vor gerichtet gestellt.
Die Beiden sehen schnell ein, dass sie keine Chance haben.
Sie halten den Richter, wie auch die Geschworenen für Voreingenommen und
rechnen mit einem Schuldspruch mitsamt der Todesstrafe. So kommt es auch. Smith
und Hickock werden für Schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt.
„Der Henker hustete – lüftete ungeduldig seinen Hut, setzte
ihn wieder auf, eine Geste, die irgendwie an einen sich plusternden Truthahn
erinnerte, dessen Halsfedern sich dann wieder glätten – und Hickock, von einem
Begleiter angestoßen, ging die Stufen des Gerüsts hinauf. ‚Der Herr gibt, und
der Herr nimmt Gesegnet sei der Name des Herrn‘, murmelte der Kaplan, während
der Regen schneller auf das Dach pladderte, die Schlinge umgelegt und dem
Gefangenen eine leichte schwarze Maske vor die Augen gebunden wurde. ‚Der Herr
erbarme sich deiner Seele.‘ Die Falltür öffnete sich, und Hickock hing volle
zwanzig Minuten vor aller Augen, bis der Gefängnisarzt endlich sagte: ‚Ich
erkläre diesen Mann für tot.‘ Ein Leichenwagen, in dessen grellem Scheinwerferlicht
Regentropfen glänzten, fuhr vor, und die Leiche wurde, mit einer Decke bedeckt,
auf einer Bahre in den Wagen geschoben, der in der Dunkelheit verschwand.“
Truman Capote wurde am 30. September 1924 in New Orleans
geboren und wuchs in den Südstaaten auf. 1948 erschien mit „Andere Stimmen,
andere Stuben“ sein erster Roman. Capote starb 25. August 1984 in Los Angeles.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen vor allem die Romane „Frühstück bei
Tiffany“, „Wenn die Hunde bellen“ und „Sommerdiebe“.
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